Die politische Müdigkeit meiner Generation

Warum ist es auf den Straßen seit den 68ern so ruhig geworden? Geht es uns Jugendlichen zu gut, um zu rebellieren? Was fehlt für einen Aufstand der jungen Generation? In meinem neuen Artikel auf ze.tt versuche ich, auf diese Fragen Antworten zu finden: Hier klicken.

Werbeanzeigen

„Hitlerjunge Salomon“ bewegt Schüler am St.-Ursula-Gymnasium

„Hitlerjunge Salomon“ bewegt Schüler am St.-Ursula-Gymnasium

„Schalom“, mit diesem hebräischen Wort für Frieden begrüßte uns Sally Perel am Montagmorgen in der Aula unserer Schule. Knapp zwei Stunden erzählte der 92-Jährige über 300 Schülern der Stufen 9-12 seine Lebensgeschichte als Jude in der Hitlerjugend.

Nachdem Perel Anfang des Krieges mit seinem Bruder nach Ostpolen flieht, geht er auf ein sozialistisches Internat bis ihn die Wehrmacht 1941 beim Überfall auf die Sowjetunion gefangen nimmt. Der heute in Israel lebende Perel gibt sich als Volksdeutscher aus und wird fortan für die Wehrmacht als Dolmetscher tätig bis er auf ein Internat der Hitlerjugend (kurz: „HJ“) nach Braunschweig geschickt wird. Getarnt als Mitglied der HJ muss er seine jüdische Identität verbergen, lebt in ständiger Angst als Jude enttarnt zu werden und erlebt, wie er selber ein Teil des NS-Regimes wird, welches für den Tod von Millionen Juden verantwortlich ist. Diese einzigartige Lebenserfahrung verfasste Perel in seiner Autobiografie „Ich war Hitlerjunge Salomon“, welche 1990 unter dem Titel „Hitlerjunge Salomon“ erfolgreich verfilmt worden ist.

Während Perel´s Erzählung ist es ganz still im Raum und es herrscht eine ganz besondere, für die Schule ungewohnte Atmosphäre, die sich gar nicht so einfach mit Worten beschreiben lässt. Vielleicht eine Mischung aus Bedrücktheit und Bewunderung. Wie Perel seine Erinnerungen mit uns teilt, emotional und ganz nachdenklich, scheint es, als würde er seine Geschichte mit uns erneut durchleben und uns wie ein offenes Buch sein Innerstes anvertrauen. In diesem Innersten herrscht eine tiefe Zerrissenheit, denn durch seine einzigartige Biografie, ist Perel Opfer und Täter zugleich und beide Persönlichkeiten, so erklärt er, sind bis heute Teil seiner Identität.

Getarnt in Nazi-Uniform sucht er im jüdischen Ghetto in Łódź nach seinen Eltern, kann allerdings nur aus den Fenstern der Straßenbahn nach ihnen suchen. Doch Perel würde seine Eltern nie wiedersehen und sein Leben lang von den Bildern der vielen, zum Teil aufeinandergestapelten Leichen in dem Ghetto in Albträumen geplagt werden. Trotz all dieser, kaum in Worte zu fassenden Erlebnisse, hat er die Kraft gefunden, neu anzufangen und weiterzuleben, während wir schon wegen Kleinigkeiten im Alltag wie einer verhauenen Klausur die Welt untergehen sehen. Sally Perel personifiziert mit seiner ganz besonderen Aura die Zwiespältigkeit des Lebens und die Weisheit selbst, die er uns mit kleinen Anekdoten und Anmerkungen über Freundschaft und Toleranz mit auf den Weg gibt. Beeindruckend, was wir Schüler in so kurzen zwei Stunden außerhalb des Klassenzimmers alles von Perel fürs Leben lernen konnten.

Man sagt immer so floskelhaft und leichtfertig, dass einen ein Mensch zum Nachdenken anregt, doch Perel hat und da spreche ich wohl für die große Mehrheit der Schüler etwas in uns ausgelöst. Er hat mit seiner Geschichte nicht nur Schüler zu Tränen gerührt, sondern uns unbewusst dazu gebracht, dankbarer für das zu sein, was wir haben und mehr wertzuschätzen, in welcher friedlichen Zeit wir in Europa leben dürfen. Doch sei das keine Selbstverständlichkeit, betonte der für viele Schüler wohl letzte und einzige Zeitzeuge des Dritten Reiches und appellierte deshalb an die Verantwortung unserer Generation, dass sich dieses dunkelste Kapitel unserer Geschichte nie wiederholen dürfe. Wir danken Sally Perel, denn er hat Geschichte für uns für einen Augenblick lebendig gemacht.

Feind. Freund. Russland. – Gesellschaft

Feind. Freund. Russland. – Gesellschaft

Russland – Inbegriff des Bösen und Feindbild der freien und modernen westlichen Welt. Seit Jahrzehnten sind die Beziehungen mit der ehemaligen Großmacht von Streit, Auseinandersetzungen und der drohenden Eskalation geprägt. Doch auch innerhalb des Landes flammen immer wieder neue und alte Konflikte auf. Darum ist es notwendig, sich mal mit dieser vermeintlichen Bedrohung zu beschäftigen.

Die russische Gesellschaft

Um Russland mitsamt seiner Politik und Wirtschaft verstehen zu können, muss man das Leben der Landsleute sowie die Entwicklungen der russischen Gesellschaft kennen und nachvollziehen können. Das Zusammenleben in Russland kann man nicht mit den Maßstäben der westlichen Hemisphäre messen. Bis Anfang der 90er-Jahre hat die damals noch sowjetische Gesellschaft sehr abgeschirmt hinter dem Eisernen Vorhang gelebt. Die ganzen progressiven und liberalen Entwicklungen, die bis dato in Europa und den USA stattgefunden hatten, haben die Russen nicht miterlebt. Dadurch etablierte sich ein ganz eigenes Wertesystem.

So spielt beispielsweise die Religion, genauer gesagt die orthodoxe Kirche, eine sehr große Rolle. Etwa 75 % der Russen sind Anhänger der ROK (russisch-orthodoxen Kirche). Das führt dazu, dass das Verhältnis zwischen Politik und der konservativen Kirche sehr verstrickt ist. Beide nutzen die Ideologisierungen des Andern und profitieren von gegenseitigen Einflussnahmen. Deshalb kann die ROK aufgrund von Kooperationsverträgen und gewissen Vernetzungen bestimmte Gesetze mit ausarbeiten und korrigieren. Dieser in der Gesellschaft fest verankerte Konservativismus und das Ausbleiben einer sexuellen Revolution führen zu der staatlichen wie gesellschaftlichen Diskriminierung von Homosexuellen. Schätzungen zufolge lehnen bis zu 80 % der Russen Homosexualität ab (in der BRD sind es nur ca. 8 %). Natürlich ist das ein Zeichen von Rückständigkeit und wir dürfen diese Ausgrenzung von Schwulen und Lesben auch nicht einfach nur mit der Begründung „Die Russen sind halt so“ hinnehmen. Aber gleichzeitig dürfen wir den Russen die Akzeptanz von Homosexuellen nicht von oben herab aufzwingen und erwarten, dass im russischen Parlament schon in einer Woche die Ehe für alle beschlossen wird. Meiner Meinung nach muss sich die russische Bevölkerung selber in den nächsten Jahren und Jahrzehnten in diese Richtung entwickeln und vor allem die russischen Schwulen und Lesben müssen in ihrer Familie, auf ihrer Straße, in ihrem Dorf für ihre Akzeptanz kämpfen. Auch bei uns ging das nicht von heute auf morgen und auch bei uns werden immer noch täglich Homosexuelle diskriminiert.

Desweiteren wirken der russische Patriotismus, die starke Vaterlandsliebe und der Putinkult auf den Westen sehr befremdlich. Ich glaube, dass durch diese Mittel zum Teil Großmachtfantasien geschürt werden sollen. Denn seit dem Einbruch der Sowjetunion und dem Verlust von Macht und Einfluss Anfang der 90er-Jahre hatten die Russen den Glauben an ihr Land und somit auch an Selbstvertrauen verloren. Jedoch sollte man in dem Zusammenhang auch die patriotische und militaristische Erziehung der Kinder und Jugendlichen kritisieren. Denn durch diese Art und Weise der Erziehung bilden sich die herangehenden Erwachsenen kaum noch eine eigene Meinung, hinterfragen kaum noch etwas und leben direkt in diesem Trend des Nationalstolzes. Aber vermutlich ist genau das das Ziel davon.

Würde man am 8. Mai durch eine deutsche Stadt laufen und die Menschen befragen, wüsste wohl kaum einer, was es mit diesem Tag auf sich hat. Erst am Abend des 9. Mai, wenn in der Tagesschau von der großen Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau berichtet wird, wissen wir, dass es sich um den Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges handelt. Gerade auf uns Deutsche wirken diese Bilder aus Russlands Hauptstadt verstörend und wir haben weitestgehend kein Verständnis für eine solche „protzige“ Veranstaltung an einem solchen gedenkvollen Tag. Doch selbst bei den Russen mit ihren Militärparaden geht es darum: Gedenken. Wir Deutschen nehmen diesen Tag meistens gar nicht wahr und wenn, dann gedenken und erinnern wir uns leise, still und betonen unsere Verantwortung, dass sich ein solches Ereignis nie wiederholen darf. Auch die Russen sind sich dieser Verantwortung natürlich bewusst, aber wird hier wesentlich lauter, offensiver und bewusster an den 2. Weltkrieg erinnert. Die Russen verstehen sich als Sieger über das faschistische Deutschland bei einem Krieg, den sie nicht angefangen haben, und machen das am 9. Mai deutlich. Um mehr Verständnis und Akzeptanz für dieses Ereignis aufzubringen, sollte man erwähnen, dass die Sowjetunion mit etwa 27 Millionen Toten die meisten Opfer zu beklagen hatte. Dadurch findet sich in fast jeder Familie ein tragisches Schicksal aus dem 2. Weltkrieg, wodurch die Wahrnehmung in Russland nochmal viel größer ist.

Was Deutschland und Russland jedoch gemeinsam haben, ist die Schönrederei der Politiker über die soziale Ungleichheit im Land. Die Russen haben mit einem monatlichen Durchschnittseinkommen von 500 € und einer Kinderarmut von 24 % (Europa: 6 % – 8 %) eine 10 % höhere Ungleichheit als die US-Amerikaner zu beklagen. Doch gibt es von 2003 bis 2013 einen Rückgang von 29 % auf 13 % von dem Anteil der Bevölkerung, der von Armut betroffen ist. Etwa ein Erfolg des bösen Putins?

Abschließend lässt sich sagen, dass die Russen mit ihrer Kultur eine Bereicherung für Europa sind. Sie mögen sich zwar als der erzkonservative Gegenpol zur westlichen Welt verstehen, aber fühlen sie sich dennoch zu Europa verbunden. Wir sollten bedenken, dass Russland nicht nur Putin und Gazprom ist, sondern vor allem ein Volk mit Menschen, die sich genauso nach Frieden und Verbundenheit sehnen wie wir.

Quellenverzeichnis folgt auf den letzten Artikel des Russland-Specials.

Tag der Menschenrechte

Tag der Menschenrechte

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen“, so steht es geschrieben in Artikel 1 der UN-Menschenrechtscharta. Wie schön es doch wäre, in einer Welt zu leben, in der jeder Mensch die gleichen Rechte hätte und in Würde und Freiheit leben könnte. Aber in einer solchen Welt lebe ich nicht.

Ich lebe in einer Welt…

…in der wir Flüchtlinge im Meer ertrinken lassen.
…in der wir täglich tausende Menschen in Entwicklungsländern verhungern lassen.
…in der wir Menschen aus Afrika und Südamerika durch die Ausbeutung der Bodenschätze und die Rodung der Regenwälder ihre Existenz zum Leben nehmen.
…in der wir Diktatoren akzeptieren, solange wir wirtschaftlich von ihnen profitieren.
…in der mehrere Millionen Menschen vor Krieg, Hunger und Tod flüchten.
…in der die Näherin meines Pullovers in den Trümmern einer Textilfabrik stirbt.
…in der Schwarze ohne Grund von Polizisten erschossen werden.
…in der Präsidenten ihr eigenes Volk bombardieren dürfen.
…in der schon Kinder als Soldaten töten müssen.
…in der Kritiker, Journalisten und Homosexuelle hingerichtet werden.
…in der nur Mauern und Grenzen für Frieden sorgen können.
…in der die obersten Prozent der Bevölkerung von der Arbeit aller Leute profitieren.
…in der Frauen und Männer nicht als gleichwertig angesehen werden.

Auch in unserem Land wird täglich die Würde von Menschen verletzt. Selbst bei uns werden Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Glaubens, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Herkunft diskriminiert und angegriffen. Weshalb dieser Hass, diese Diskriminierung, diese Vorurteile und diese Ausgrenzung?
Sie machen unsere Welt doch nur hässlich.
Deshalb müssen wir den Mund aufmachen und Gesicht zeigen!
Für eine weltoffene Gesellschaft, in der jeder akzeptiert wird und jeder in Würde und Freiheit leben kann!

Welche Bürger dürfen eigentlich besorgt sein?

Dresden, am 03.10.2016. Zum Tag der Deutschen Einheit ist die gesamte deutsche Staatsspitze zu einem ökumenischen Festgottesdienst in die Frauenkirche geladen. Ein wichtiger Tag für die Bundesrepublik, doch leider wurden die Nachrichten von anderen Bildern bestimmt. Pöbelnde Demonstranten, vor allem Anhänger des fremdenfeindlichen „Pegida“-Bündnisses, beschimpften die Politiker mit Beleidigungen, die ich hier nur ungern widergeben möchte. „Ein paar hundert Idioten“, erklärt Oliver Welke in der heute-Show, doch es waren in diesem Jahr auch schon mal 25.000 Pegida-Demonstranten. Keine Frage, Politiker müssen mit einem gewissen Maß an Kritik und Beleidigungen klarkommen, doch bei Todesdrohungen oder Galgen-Attrappen hören der Spaß und gesunde Kritik wirklich auf. Viele von diesen Menschen bezeichnen sich selber beschönigend als „besorgte Bürger“. Doch ist es so einfach? Sind AfD-Wähler und Pegida-Anhänger einfach nur besorgt oder eher benagelt?

Die Politikverdrossenheit in Deutschland wächst wie auch die Anzahl der Nichtwähler. Viele Menschen fühlen sich von der Politik abgehängt und nicht mitgenommen. Während die Wirtschaft wächst, wir wahrscheinlich 2016 Exportweltmeister werden, die schwarze Null gehalten werden kann und es Überschüsse in Milliardenhöhe gibt, müssen Rentner Pfandflaschen sammeln und Kinder vor einem leeren Kühlschrank stehen. Diese Menschen, die am Existenzminimum leben, fühlen sich vernachlässigt, mit ihren Ängsten und Sorgen alleingelassen und spüren trotz eines Geldüberflusses, den wir haben, keine Veränderung. Sie sehen, dass in den Krisen unserer Zeit den Flüchtlingen und Banken geholfen wird, aber sie selber „leer“ ausgehen (trotz Hartz IV, Wohngeld, Kindergeld…). Und natürlich macht es keinen Sinn, denen die Schuld für ihre schlechte Situation zu geben, die gerade erst (an-) gekommen sind. Niemand in Deutschland erhält auch nur einen Euro weniger vom Staat, nur weil wir ein paar Flüchtlinge aufgenommen haben.

Der Protest der „besorgten Bürger“ würde mehr Sinn ergeben, wenn sie beispielsweise gegen die die korrupten Banken oder unehrlichen Politiker auf die Straße gehen. Diese Bürger, die Angst um ihre Rente haben oder ihren Kindern nichts Warmes zu Essen anbieten können, dürfen sich gerne als „besorgte Bürger“ bezeichnen.

Aber dann gibt es da ja noch diese Bürger, die besorgt darüber sind, dass Merkel das deutsche Volk austauschen wolle, die Flüchtlinge den Deutschen die Frauen wegnähmen, es eine Invasion von Muslimen gäbe oder die meinen, dass die Migranten unsere Kinder missbräuchten. Ich will mich jetzt gar nicht auf dieses Niveau begeben und auf diese Äußerungen eingehen, denn Rassisten und Nazis dürfen sich nicht beschönigend als „besorgte Bürger“ bezeichnen. Wenn sie sich auf eine solche Art und Weise äußern, müssen sie damit klarkommen, von uns als das, was sie sind, nämlich lediglich Rassisten und Nazis, abgestempelt zu werden. Sie lassen ihren Frust und ihre Wut an Migranten aus, nur weil sie selber nichts in ihrem Leben zustande bringen. Irgendwie erbärmlich.

Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Liebe Nazis und Rassisten, Ihr seid erstens nicht das Volk, zweitens nicht in unserem Land willkommen und drittens einfach asoziale und ungebildete … <sucht euch das schönste Schimpfwort aus>.

Ihr seid eine kleine, ekelhafte Minderheit!
Wir sind die bunte, tolerante, menschliche und weltoffene Mehrheit!

Der „Tatort“, Bier und Currywurst – Was ist typisch deutsch und was bedeutet Integration?

In den letzten Monaten sind viele Menschen vor Krieg, Terror und dem Tod geflohen und haben bei uns Zuflucht gesucht. Hier wollen sie in Frieden leben, eine neue Heimat finden und sich in unsere Gesellschaft integrieren. Einige wollen ja sogar zurück. Doch nicht erst seit dem letzten Jahr können wir uns als Einwanderungsland bezeichnen. Schon in den 1960er Jahren hatte die BRD eine große Zahl an „Arbeitsmigranten“, auch „Gastarbeiter“ genannt, angeworben, um das Wirtschaftswunder am Laufen zu halten. Anders als heute, spielte damals die Integration der Ausländer keine Rolle und so fühlen sich noch heute viele Menschen aus den Folgegenerationen der Gastarbeiter als nichtangenommenen Teil der Gesellschaft. Dieser Fehler darf sich auf keinen Fall wiederholen und deshalb müssen wir darüber diskutieren, was wir von Einwanderern erwarten oder sogar verlangen können. Bevor man eine gerechte und geeignete Antwort auf diese Frage findet, müssen wir uns unweigerlich erstmal die Frage stellen: Was ist überhaupt deutsch? Was macht unser Land aus? Wer sind wir?

Was ist typisch deutsch?

Natürlich hängt diese Frage stark von der Perspektive und Mentalität ab und sicherlich kann man nicht alle Menschen aus diesem Land über einen Kamm scheren. Doch sollten wir diese Frage „Was ist typisch deutsch?“ ganz offen betrachten und versuchen, alle Seiten und möglichst viele Aspekte zu betrachten und miteinzubeziehen, um eine umfassende Antwort zu finden.

Ich denke schon alleine die Frage ist typisch deutsch, denn keine andere Nation der Welt würde versuchen, sich auf diese Weise zu identifizieren. Außerdem geht keine andere Nation so ehrlich und selbstkritisch mit seiner Geschichte um. Selbst die Schattenseiten der Vergangenheit, die dunkelsten Kapitel der Menschheit, klären wir beispiellos auf und bemühen uns, diese schreckliche Zeit nicht zu vergessen und die Bilder stets in unseren Gedächtnissen und denen der nachfolgenden Generationen zu behalten. Nehmen wir Mal an, es gäbe eine Straßenumfrage zum Thema „deutsche Tugenden“ – egal ob in Deutschland selbst oder ob im Ausland, überall würde es wahrscheinlich die gleichen Antworten geben: Ordnung, Gründlichkeit, Perfektionismus, Pünktlichkeit (trotz Deutscher Bahn), Ehrlichkeit (trotz DFB) und Sauberkeit (trotz VW). Es scheint, als hätten „die Deutschen“ ihr Leben in den letzten Jahrzehnten zu Gunsten ihrer Arbeit und Produktivität optimiert. Denn wie weit unten werden Freude, Humor, Idealismus, Gelassenheit und Hilfsbereitschaft auf der Liste typisch deutscher Tugenden schon stehen? Viele Sozialforscher stellen die deutsche Gesellschaft zu dem als extrem und radikal dar, ganz nach dem Sprichwort „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“. Als gern genommenes Beispiel dient dafür die Reaktion der Deutschen auf die Flüchgtlings„krise“. Auf der einen Seite haben wir die „Willkommenskultur“ bei der viele Menschen unseres Landes Flüchtlinge an den Bahnhöfen jubelnd willkommen heißen und sich im Gegensatz zum Staat unglaublich engagiert und eingesetzt haben. Auf der anderen Seite das von Joachim Gauck bezeichnete „Dunkeldeutschland“, das Flüchtlingsheime anzündet und  für Rassismus und Gewalt gegenüber Ausländer steht. Bleiben wir Mal auf der dunklen Seite Deutschlands und stellen uns die Frage: Sind Pegida und AfD eigentlich auch deutsch? Über diese Frage musste ich lange nachdenken, da beide Gruppierungen natürlich auch einen Teil der Bevölkerung repräsentieren. Meiner Meinung nach gehören verständliche Sorgen wie Angst vor einer Kürzung der Rente, die auch nachvollziehbar sind, zu Deutschland. Aber alle Menschen, die auf die Straße gehen, gegen unsere weltoffene Gesellschaft und freiheitliche Grundwerte demonstrieren, gehören für mich  – sorry – nicht zu Deutschland. Auf diese Menschen kann ich sehr gut verzichten. Deshalb empfehle ich euch, unbedingt das Video „The DNA Journey“ zu schauen, damit auch der Letzte versteht, dass wir alle Menschen von überall sind. Den Gänsehautmoment garantiere ich euch! http://www.momondo.de/letsopenourworld/#!
Das Automobil, der Buchdruck, die Glühbirne, das Telefon, der Computer, die Straßenbahn, der Hubschrauber, das Gleitflugzeug und natürlich Bier – Was haben all diese Dinge gemeinsam? –Sie alle sind Made in Germany. Und diese Liste könnte ich noch unendlich lang so weiterführen, denn wir sind nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch der innovativen Techniken und Entwicklungen. Man könnte sagen, dass „unsere“ Erfindungen die Menschheit einen großen Schritt nach vorne gebracht haben. Was unsere Gesellschaft und unsere Nation einen großen Schritt nach vorne gebracht hat, ist unser „wunderbares Grundgesetz, welches uns in unserer Vielfalt eint“, so Ranga Yogeshwar und führt weiter: „Wenn deutsch sein bedeutet, dieses Gesetz zu achten, dann wünsche ich mir, dass die Welt ein wenig deutscher wäre“. Besser hätte ich es gar nicht schreiben könne und so gehe ich einfach zum nächsten Punkt über, nämlich zu unsere Liebe. Wir Deutschen können lieben? –Ja, wir Deutsche können auch lieben, vor allem Bargeld, Autos, Fußball, Bier, Currywurst und Döner. Doch auch ohne Münchner Oktoberfest, den Karneval am Rhein, Schützenfeste und Weihnachtsmärkte würden wir wahrscheinlich nicht lange überleben. Aber das Überleben macht uns Deutschen leider auch Angst. Deshalb herrscht bei uns eine Art „Vollkaskomentalität“ und wir brauchen für alles eine Versicherung. Oder haltet ihr etwa eine Hochzeits-Rücktrittsversicherung für sinnvoll? Bei „typisch deutsch“ fällt vielen noch die lästige Bürokratie und Verwaltung und natürlich das Reservieren der Pool-Liegen mit den Handtüchern ein. Was es jedoch nicht gibt, ist ein typisch deutsches Aussehen oder bestimmte Gene, die einen dazu qualifizieren Deutscher zu sein. Jede Hautfarbe, jede Religion, jede Abstammung, jede Kultur, die in Deutschland vorkommen und jeder Mensch, der hier lebt, ist typisch deutsch. Multikulti ist typisch deutsch. Und deshalb kann ich mich dem Satz des Geschichtsprofessors Christopher Clark nur anschließen, der sagte: „Manchmal wundere ich mich, dass die Deutschen nicht viel dankbarer sind für die Einflüsse, die aus ganz anderen Kulturen zu ihnen kommen.“ Wir sollten glücklich und dankbar, nicht stolz sein, hier leben zu dürfen, denn bei uns lässt es sich ausgesprochen gut leben. Hier in Wohlstand, Demokratie und Freiheit. Und so freue ich mich auf den Tag, an dem wir erkennen, dass wir in einem der tollsten Nationen der Welt leben und, dass Vielfalt typisch deutsch ist.

Integration – Was dürfen wir von Einwanderern erwarten/verlangen?

Es ist eine der größten Herausforderungen, vor denen die Bundesrepublik bisher gestanden hat. Man könnte sagen, eine Mammutaufgabe, die bewältigt werden muss. Es geht um die Integration von mehreren hunderttausend Geflüchteten (ich bevorzuge den Begriff „Newcomer“). Sie sollen Teil unserer Gesellschaft werden und unser Land mitgestalten. „Gemeinsames Ziel aller Demokraten sollte es sein, dass aus Ausländern, die bleiben, Inländer werden, die sich als Gleichberechtigte in die eigenen Angelegenheiten einmischen können.“ beschreibt Ahmad Mansour, israelisch-arabischer Autor und Psychologe. Die CDU spricht bei der Integration immer wieder von einem „Fördern und Fordern“. Doch was dürfen wir von Einwanderern verlangen? Wie viel darf gefordert werden? Integration lässt sich in vier unterschiedliche Bereiche aufteilen, welche für ein friedliches Zusammenleben unverzichtbar sind.

Zunächst haben wir da die „Kulturation“. Darunter wird der Erwerb von Wissen, Fähigkeiten, der Sprache und sozialen Normen verstanden und gelten als Grundbaustein, auf den die anderen Punkte aufbauen. Wie unter anderem die Bildungs- und Arbeitsbeteiligung, die unter dem Begriff „Platzierung“ zusammengefasst werden. Einwanderer spielen dadurch eine Rolle in der Arbeitswelt, fühlen sich nützlich und bekommen verlässliche Perspektiven. Der dritte Punkt ist die „Interaktion“, bei der soziale Beziehungen als wichtiger Teil der Integration dargestellt werden. Und nur auf diese Weise gelangt man zum letzten Aspekt: Die „Identifikation“ und das damit verbundene Zugehörigkeitsgefühl zu unserer Gesellschaft. Dennoch muss ich auch betonen, dass bei der Integration beide Seiten gefordert sind, wir bereit sein müssen, in den Dialog zu treten und im besten Falle sogar noch was voneinander lernen können. Doch was jedem „Newcomer“ bewusst sein muss ist, dass das Grundgesetz über jeder Religion und jeder heiligen Schrift steht. Denn nur, wenn sich alle Mitglieder dieser Gesellschaft an die Spielregeln halten, ist das friedliche Zusammenleben gesichert. Das bedeutet auch, dass es die Vermittlung eines Islams geben muss, welcher mit der Verfassung vereinbar ist, auch als Prävention gegen einen gewaltbereiten Islamismus und auch wenn ein großer Teil der hier lebenden Muslime diese Form des Islams schon lebt. Was es jedoch nicht bedeutet ist, dass Einwanderer ihre Kultur, Religion und Gebräuche vergessen sollen – im Gegenteil, denn das macht unsere Vielfalt aus. Und wer diese Vielfalt nicht leiden mag, ist herzlichst dazu eingeladen, unser Land zu verlassen. In unserem Land ist kein Platz für Rassismus, Gewalt, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und jede andere Art der Diskriminierung.

Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der jeder mitwirken muss. Integration ist das einzige, was unsere Einwanderungsgesellschaft zusammenhalten kann. Integration muss jeden Tag gelebt werden!

Quellen:

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-was-ist-deutsch–eine-reise-durch-die-republik-100.html

http://www.zdf.de/terra-x/deutschland-saga-ueber-deutsche-tradition-und-das-image-der-deutschen-mit-christopher-clark-37152052.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/mansour-und-oezdemir-ueber-zumutbare-integration-14408415.html

Zeitpolitik – Wer hat an der Uhr gedreht?

Zeitpolitik – Wer hat an der Uhr gedreht?

Viele von euch hören diesen Begriff jetzt wahrscheinlich zum ersten Mal. Bisher taucht dieser Begriff in der Politik auch kaum auf, aber dennoch gewinnt diese Debatte langsam und leise an Bedeutung. Es geht um die „Zeitpolitik“. Lange ist sie schon mitten unter uns, denn ein großer Teil der Bevölkerung hat Sehnsucht. Sehnsucht nach mehr Zeit. Zahlreiche Menschen leben mit der Pflicht, immer erreichbar sein zu müssen, ihren streng getakteten und genauestens durchgeplanten Terminplan einhalten zu müssen und sich zusätzlich auch noch in irgendeiner Art und Weise um ihre Mitmenschen kümmern zu müssen. Für diese Menschen bedeutet Alltag nur noch Stress, oft auch unbewusst, wird Zeit zur Mangelware. Ich spreche hier nicht von wenigen Workaholikern, sondern von der Mehrheit der arbeitenden Gesellschaft. Diese Beschleunigung und Verdichtung des Lebens ist unabhängig von Beruf, Alter und fast jeder Lebenssituation.

Und die Folgen sind fatal. Berufs- und Privatleben sind nicht mehr miteinander vereinbar, auf Veränderungen im Alltag kann man kaum noch reagieren und wen es ganz hart trifft und in dieser schnelllebigen Welt nicht mehr mithält, wird in der Burnout-Klinik zurückgelassen. Schnelllebige Welt? Ja, ich glaube, unsere Welt ist schnelllebiger geworden, hektischer und reizüberflutet. Obwohl wir eigentlich immer mehr Zeit haben müssten dank immer schnelleren und besseren Entwicklungen wie Smartphone, Google, Thermomix, Rasenmähroboter und Co., ist das Gegenteil der Fall. Wir haben das Gefühl, die Erde dreht sich schneller.

Deshalb stellt sich doch die Frage, wer nimmt uns unsere Zeit? Auf der einen Seite ist es natürlich unsere leistungsoptimierte Arbeitswelt: In noch weniger Zeit noch mehr, noch besser schaffen, wie arbeitende Maschinen, die den Unternehmen das Geld und den Umsatz bringen müssen. Wie Sklaven eines Systems, welches keine Fehler erlaubt. „Zeit ist Geld“ – dieses Sprichwort prägte schon so einige Generation, dabei ist es Schwachsinn. Zeit hat nur einen Wert, wenn wir sie mit schönen Augenblicken und Erfahrungen füllen. Aber trotzdem stehen viele Menschen irgendwann vor der Entscheidung „Familie oder Karriere?“

Die meisten entscheiden sich leider für das Falsche und die Erkenntnis, dass Familie und Freunde viel wichtiger sind als materielle Dinge und Geld, kommt leider viel zu oft zu spät. Erschreckend ist außerdem eine noch recht junge Entdeckung: „Leisure Disease“, auf Deutsch übersetzt „Freizeitkrankheit“. Eine Studie belegte diese Form der Krankheit und fand heraus, dass etwa 60 % aller Menschen in den ersten Urlaubstagen krank werden, weil sie aus dem Dauer-Adrenalindruck herausfallen. Vermutlich sind genau das diese Leute, die am Strand ihre E-Mails checken und an der Cocktailbar am Skype-Meeting teilnehmen. Viele können nicht mehr „nichts tun“ und füllen ihre Zeit also entweder mit arbeiten oder dem anderen Zeitfresser, der digitalen Welt.

„Das Internet ist für uns alle Neuland“, sagte die Kanzlerin mal so schön und damit hat sie gar nicht so Unrecht. Wir sind einem unglaublichen Einfluss ausgesetzt. Nicht nur auf unsere Zeit, sondern auch auf unsere Konzentration, das Erinnerungsvermögen, die Lernfähigkeit und auch die soziale Kompetenz hat es negative Auswirkungen. Meiner Meinung nach ist das schon bei vielen spürbar.

Doch möchte ich gar nicht so sehr über das Internet etc. schimpfen, denn es hat auch einige Vorteile. Neben einer Unendlichkeit an Wissen hat die Nutzung digitaler Medien einen positiven Effekt auf unseren sensomotorischen Cortex im Gehirn, der für die Regulierung der Daumenbewegung zuständig ist. Aber Wissen ist eben nicht mehr Macht. Hinzu kommt noch, dass wir durch diese ständige Nachrichten- und Informationsflut kaum noch wissen, was wirklich wichtig oder sogar wahr ist. Jedem Tag bekommt man doch in den Medien den Eindruck, als würde die Welt heute untergehen.

Letztendlich muss man also sagen, dass es auf jeden selbst ankommt, wie er mit der digitalen Welt umgeht. Kluge Menschen nutzen das World Wide Web eben als Erweiterung des Gehirns, der Rest als Ersatz. Demnach sind die Leistungsgesellschaft und die digitale Welt unsere Zeitfresser, dazu kommt noch der Wettlauf um Statussymbole.
Über uns herrscht eine Sucht nach Effizienz und grenzenloser Planbarkeit und diese führt uns direkt hinein in die „Rushhour des Lebens“. Und am Ende reicht die Zeit nur noch für einen Coffee to go.
Erinnert ihr euch noch an Momo? In der Geschichte von Michael Ende geht es darum, dass die grauen Männer die Menschen dazu bringen, Zeit zu sparen, doch betrügen sie diese um ihre Zeit. So hat die Gesellschaft vergessen, im Hier und Jetzt zu leben und musste bitter erkennen, dass man Zeit nicht so sparen kann wie Geld. Je mehr man versucht, Zeit zu sparen, desto „kürzer“ werden die Tage und Wochen. Also wir sehen, selbst die Erwachsenen können noch etwas aus einem Roman für Kinder lernen. Aber im Hier und Jetzt zu leben bedeutet auch nicht, alles jetzt erledigt haben zu müssen. Es bedeutet, diesen Augenblich zu genießen, voll auszuleben und das Beste draus zu machen. Das ist es, was einen zu einem glücklichen Menschen macht. Wer auf dem Sterbebett daher nichts bereuen möchte, sollte RAUS IN die Welt gehen und RAUS AUS dem Büro und der digitalen Welt.

Aber da man ja doch irgendwie Geld verdienen muss und unsere Gesellschaft und Wirtschaft funktionieren muss, müssen wir arbeiten gehen. Aus diesem Grund brauchen wir einen selbstbestimmten Umgang mit seiner eigenen Zeit für Jedermann, das darf keine Frage des Einkommens oder Geschlechts sein. Was wollen wir? Familienfreundliche Arbeitswelt oder arbeitsfreundliche Familienwelt? Dafür müssen Politik und Wirtschaft Zugeständnisse machen. Beispielweise eine kinderfreundlichere Umwelt mit ausreichenden Betreuungsangeboten in Kitas und Schulen, flexible Vollzeit, Rückkehrrecht auf Vollzeit, Förderung für lebenslanges Lernen und bessere Unterstützung für Menschen, die sich um ihre Mitmenschen wie Kinder oder pflegebedürftige Eltern kümmern. Die Unternehmen müssen wieder den Mensch, seine Wertschätzung und den zwischenmenschlichen Aspekt in den Mittelpunkt rücken. Dann kommt der Umsatz von selbst. Arbeit muss glücklich machen und zu einem erfüllten Leben beitragen. Aber auch wir selber müssen Selbstdisziplin zeigen und Prioritäten setzen! Wir müssen lernen Nein zu sagen, uns reizfreie Momente schaffen und verantwortungsvoll mit den digitalen Medien umgehen. Wir müssen uns Mußestunden erlauben und uns auch mal einen Tag nur auf dem Sofa mit Netflix gönnen, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben. Wir sollten mehr Rücksicht auf unsere Mitmenschen und uns selber nehmen und mehr mit unseren Freunden und unserer Familie unternehmen, uns mehr Zeit nehmen für die Dinge, die uns am Herzen liegen.

„Was nützt Liebe, Glück, Befriedigung und Reichtum, wenn du dir nicht die Zeit gönnst, sie in Muße zu genießen.“ Kurt Freiherr von Gleichen

„Keine Zeit zu haben ist nur das Verschleiern von eigenen Prioritäten.“ Christian Bischoff

„Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ Römischer Philosoph

„Zeitmangel ist die einzige Not, die den Menschen nicht zu schmerzen scheint.“ Ernst Reinhardt

„Arbeit sollte die Aufwendung deiner Lebenszeit sein, mit der du primär freudige und glückliche Erfahrungen bezahlst.“ Christian Bischoff

Quellen:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/090/1809007.pdf

https://www.boell.de/de/2015/09/24/was-ist-zeitpolitik-0

http://www.swr.de/odysso/wie-digitale-medien-unser-gehirn-veraendern/-/id=1046894/did=7558350/nid=1046894/1m84pg2/index.html

http://www.kulturzeiten.de/7-pro-und-kontra-argumente-zur-digitalisierung.html

https://www.gruene-bundestag.de/themen/zeitpolitik.html