So ist es, als Muslima an eine katholische Schule zu gehen

Für ze.tt durfte ich mit meiner Mitschülerin Aysu ein Interview führen und der Frage auf den Grund gehen, wie es ist, als Muslima auf eine katholische Schule zu gehen. Warum entschließt man sich als Muslima dazu, auf eine katholische Schule zu gehen? Wo gerät Aysu mit dem Katholizismus in Konflikte? Wie verändern diese Erfahrungen für sie die Sichtweise auf den Islam und das Christentum und wie leben ihre Mitschüler ihren Glauben aus? Für Antworten hier klicken.

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Digitalisierung an Schulen: WLAN gibt´s nur im Lehrerzimmer

Von einer Digitalisierung ist in vielen Schulen noch nichts zu spüren. Doch gerade in den Klassenzimmern unserer Republik müssen wir lernen, mit den digitalen Medien verantwortungsvoll umzugehen und müssen außerdem auf die durch die Digitalisierung verursachte radikale Umwälzung des Arbeitsmarktes und der ganzen Gesellschaft vorbereitet werden.
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Wir wollen richtige Bildung, Frau Löhrmann!

Sehr geehrte Frau Löhrmann,

ich glaube tatsächlich, dass ich diesen Brief stellvertretend für fast alle 2, 5 Millionen Schüler des Landes Nordrhein-Westfalen schreibe. Denn wir sind unzufrieden und wollen richtige Bildung!

Ich habe das Gefühl, dass Sie und die gesamte Politik unter Bildung mittlerweile nur noch die Vermittlung von Wissen verstehen. Doch Bildung ist so viel mehr. Bildung ist die Grundlage für unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und ein erfülltes Leben. Bildung soll unsere Persönlichkeit entwickeln, unsere Neugier wecken und befriedigen und neben Wissen auch Werte vermitteln. Aber all das tut sie – mindestens in NRW – nicht.

Wir lernen nicht fürs Leben, sondern für die Schule!

Viele Schüler leiden heute unter Burnout, Depressionen und manche haben sogar Suizidgedanken. Laut dem Psychiater und Autor Michael Schulte-Markwort kommen diese psychischen und physischen Probleme mittlerweile bereits bei Jugendlichen und Kindern vor, die eine „ausreichende Intelligenz“ besitzen und den „normalen Anforderungen“ entsprechen. Doch schon lange ist klar, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben und auch wir Schüler werden auf Leistung optimiert und reduziert, damit wir am Ende alle in das Raster passen. Denn was haben wir schon für Chancen mit einer fünf in Mathe und Chemie? Wir können noch so kreativ oder sprachgewandt sein, trotzdem müssen wir unsere Energie zu großem Teil in Fächer stecken, an denen wir kein Interesse hegen und in überflüssiges Wissen, welches wir nur für die nächste Klausur brauchen. Ja, wir brauchen in allen Bereichen ein gewisses Grundwissen, aber Lern- und Lebensinhalt stimmen kaum noch überein.

Die Schule hat die Aufgabe, uns in allen wichtigen Bereichen zu lehren und uns auf unsere Zukunft vorzubereiten. Durch das viele unnütze Wissen aber verlieren wir Schüler unsere Lust und Neugier, die Welt verstehen zu wollen. Angeforderte Zeit und Leistung nehmen absolut überhand, es sei denn, wir Schüler sollen außerhalb der Schule kein Leben mehr führen dürfen. Ich glaube, uns Schülern geht es weniger um irgendwelche Strukturdebatten um G8/G9,  sondern um die Inhalte und die Art des Unterrichts. Denn von der jetzigen Bildung bleibt bei den meisten am Ende nichts übrig. Also weshalb fülle ich mein Gehirn in seiner besten Lernphase mit so viel Schwachsinn?

Insgesamt muss der Unterricht viel umfangreicher und abwechselnder gestaltet werden. Klassen müssen öfters raus aus den maroden, heruntergekommenen, dunkeln Schulen und an die Orte des Geschehens. Biologieprojekte im Wald, Geschichte im Museum, Politik im Landtag. Die Schüler dürfen nicht von der Theorielast erdrückt werden, müssen zum Nachdenken und Kritisieren angeregt werden und den Unterricht maßgeblich mitgestalten.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Lehrer. Motivation und Lob sind für die meisten Lehrer Fremdwörter und außerdem können viele von ihnen noch nicht mal mit Kindern  und Jugendlichen umgehen und/oder machen keinen sinnvollen Unterricht. Es liegt hauptsächlich am Lehrer und seinen Unterricht, ob Schüler interessiert sind und etwas lernen wollen, denn er hat den größten Anteil am Erfolg. Doch warum kann dann jeder Lehrer werden? Hinzukommt, dass zahlreiche Lehrkräfte überfordert sind und ihr Beruf zu denen gehört, aus dem mit die meisten Burnout-Patienten kommen. Denn sie müssen „zwischenmenschliche Extremsituationen“ meistern und die Lehrpläne schnellstmöglich durcharbeiten. Deshalb brauchen wir mehr Lehrer und sie brauchen mehr Freiräume. Außerdem sollten sie in den dezentralisierten Klassen, in denen sich die Schüler die Lerninhalte gemeinsam in fächerübergreifenden Projekten erarbeiten, lediglich als Berater fungieren.

Schule als Wertevermittler. Werte und Umgangsformen bestimmen unser Leben in einem großen Maße, doch kommen sie in der Schule viel zu kurz. Respekt und Zivilcourage, Solidarität und Hilfsbereitschaft sind nicht nur Teil und Aufgabe der familiären Erziehung, sondern auch der Schule. Wir müssen vor dem Berufsleben lernen, mit Konflikten und Misserfolgen umzugehen. Jeder weiß, dass das und der Umgang mit unseren Mitmenschen und der Umwelt wichtiger sind als Trigonometrie oder eine Dramenanalyse. Ich finde, wenn jemand hilfsbereit ist, kann er der Gesellschaft durchaus mehr bringen, als einer mit einem 1,0er Abischnitt. Trotzdem wird uns Schülern eingetrichtert, das Lebensglück sei vom NC abhängig. Übrigens sollte auch beim Einschreiben für das Studium der NC nicht das Entscheidende sein.

Es fängt an mit Zeit, die uns genommen wird. Und am Ende ist es fast die ganze Jugend, die doch so oft gepredigte beste Zeit des Lebens, um die wir mit Ableitungsfunktion  und Proteinbiosynthese beraubt werden. Das kann doch nicht der Sinn dahinter sein!

Meiner Meinung nach werden in den Schulen Potential, Kreativität, Lebenslust und Gemeinschaftssinn verschwendet und zum Teil sogar vernichtet. Die Prioritäten werden ganz falsch gesetzt. Also nutzen Sie es doch aus, (noch) im Ministerium und in der Regierung zu sitzen. Ich weiß natürlich, dass Sie an dem Zustand dieses Bildungssystems nicht alleine Schuld sind, sondern auch Frau Kraft und die SPD zu einem Teil.

Eine gute Bildungsreform würde NRW wieder neuen Schwung geben und würde dazu führen, dass Schüler besser aufs Leben vorbereitet aus der Schule gehen könnten. Der Mensch beginnt nicht erst mit dem Abitur und darum muss die Politik sich um die Bedürfnisse und Interessen der Jugendlichen und Kinder kümmern. Deutschland steht nur eine gute Zukunft bevor, wenn Bildung grundlegend revolutioniert wird und wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt wird. Es gibt keine bessere Investition als in uns, die Zukunft!

Ich weiß nicht, weshalb sich so viele Schüler von diesem schrecklichen System freiwillig unterdrücken lassen.
Aber wir sind 2, 5 Millionen!
Wir haben die Macht dieses System zu ändern!
Notfalls gehen wir auf die Straße, und zwar außerhalb der Ferien!

Und damit Sie sehen, dass ich nicht der einzige Unzufriedene bin, hier ein paar Zitate, die meine Kritik nochmal gut auf den Punkt bringen.

„Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ´ne Gedichtsanalyse in 4 Sprachen schreiben.“ -Naina auf Twitter

„Es kann doch nicht sein, dass wird auf der einen Seite immer länger leben, aber ausgerechnet die erste Phase des Lebens unserer Kinder und Jugendlichen dermaßen beschleunigen. Warum?“ –Harald Lesch

„In der Schule, da rieselt der Putz von den Wänden mit dem Kalk in den Köpfen der Lehrer um die Wette.“ -Volker Pispers

„Wir sind Schüler von heute,
die in Schulen von gestern,
von Lehrern von vorgestern,
mit Methoden aus dem Mittelalter,
auf die Probleme von übermorgen vorbereitet werden.“ -Dr. Peter Pauling

„Da schwingt immer noch dieses Stück preußischer Beamtendisziplin durch, also Schule als Institution, bei der es nicht darum geht, die Kreativität des Einzelnen zu beflügeln und ihn vielleicht auch auf seinen ganz eigenen Weg zu befördern, sondern eher eine Institution, die etwas tut, was völlig abwegig ist, nämlich uns alle sozusagen in ein Raster zusammen zu setzen. Da läuft wirklich fundamental was falsch.“ -Ranga Yogeshwar

„Mit 17 Abitur, 20 Bachelor, 22 Master. Es scheint noch nicht bei allen angekommen zu sein, dass die Lebenserwartung über 36 gestiegen ist.“ –Anonym

„Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.“ –Nelson Mandela

„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung. Keine Bildung.“ –John F. Kennedy

Mit freundlichen Grüßen
Anton Eickel

Eine Kritik am deutschen Bildungssystem

Bildung…
Bildung ist die Grundlage für fast alles. Es ist die Grundlage für unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und für ein erfülltes Leben. Bildung soll unsere Persönlichkeit entwickeln, soll unsere Neugier befriedigen, Wissen und Werte vermitteln. Das soll sie, aber die Realität sieht in Deutschland leider anders aus, denn vieles läuft falsch.

Viele Schüler leiden heute unter Burnout, Depressionen und manche haben sogar Suizidvorstellungen. Laut dem Psychiater und Autor Michael Schulte-Markwort kommen diese psychischen und physischen Probleme mittlerweile bereits bei Jugendlichen und Kindern vor, die eine „ausreichende Intelligenz“ besitzen und den „normalen Anforderungen“ entsprechen. Doch schon lange ist klar, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben und auch wir Schüler werden auf Leistung optimiert und reduziert. Denn was haben wir schon für Chancen mit einer fünf in Mathe und Chemie? Wir können noch so kreativ oder sprachgewandt sein, aber trotzdem müssen wir unsere Energie zu großem Teil in Fächer stecken, an denen wir kein Interesse hegen und in überflüssiges Wissen, welches wir nur für die nächste Klausur brauchen. Ja, wir brauchen in allen Bereichen ein gewisses Grundwissen, aber dennoch fehlen Fächer wie Gesundheit und Recht in unseren Stundenplänen. Auch sind Themen wie Versicherung und Bankwesen heutzutage unverzichtbar geworden. Die Schule hat die Aufgabe uns in allen wichtigen Bereichen zu lehren und uns auf unsere Zukunft vorzubereiten. Durch das viele unnütze Wissen verlieren wir Schüler unsere Lust und Neugier, die Welt verstehen zu wollen.
Und auch durch die meisten Lehrer. Motivation und Lob sind für die meisten Lehrer Fremdwörter und außerdem können viele von ihnen noch nicht mal mit Kindern  und Jugendlichen umgehen und/oder machen keinen sinnvollen Unterricht. Es liegt hauptsächlich am Lehrer und seinen Unterricht, ob Schüler interessiert sind und etwas lernen wollen, denn er hat den größten Anteil am Erfolg. Doch warum kann jeder Lehrer werden? Hinzukommt, dass zahlreiche Lehrkräfte überfordert sind und ihr Beruf zu denen gehört, aus dem mit am meisten Burnout-Patienten kommen. Denn sie müssen „zwischenmenschliche Extremsituationen“ meistern und die Lehrpläne schnellstmöglich durcharbeiten. Deshalb brauchen wir mehr Lehrer und sie brauchen mehr Freiräume.
Insgesamt muss der Unterricht viel umfangreicher und abwechselnder gestaltet werden. Klassen müssen öfters raus aus den maroden, heruntergekommenen, dunkeln Schulen und an die Orte des Geschehens. Biologieprojekte im Wald, Geschichte im Museum, Politik im Landtag. Die Schüler dürfen nicht von der Theorielast erdrückt werden, müssen zum Nachdenken und Kritisieren angeregt werden und den Unterricht maßgeblich mitgestalten. Darüber hinaus haben die meisten Lehrer noch nicht die unendlich weite Welt des Multimedia und Internets entdeckt. In wenigen Sekunden können so Experten und Schicksale aus aller Welt zu allen Themen im Klassenzimmer anschaulich und aus erster Hand berichten. Neben der Aufklärung von Risiken im Internet, können sich Schüler durch das World Wide Web bestimmte Themenbereiche näherbringen und verständlicher erklärt bekommen, z.B. durch YouTube-Tutorien oder Blogs.
Schule als Wertevermittler. Werte und Umgangsformen bestimmen unser Leben in einem großen Maße, doch kommen sie in der Schule viel zu kurz. Respekt und Zivilcourage, Solidarität und Hilfsbereitschaft sind nicht nur Teil und Aufgabe der familiären Erziehung, sondern auch der Schule. Wir müssen vor dem Berufsleben lernen mit Konflikten und Misserfolgen umzugehen. Jeder weiß, dass das und der Umgang mit unseren Mitmenschen und der Umwelt wichtiger sind als Trigonometrie oder eine Dramenanalyse. Ich finde, wenn jemand hilfsbereit ist kann er der Gesellschaft durchaus mehr bringen, als einer mit einem 1,0er Abischnitt.
Zu beklagen ist außerdem, dass im 21. Jahrhundert immer noch keine Chancengleichheit im Bereich Bildung herrscht. Ob man einen Migrationshintergund hat oder Eltern aus sozial schwachen Schichten entscheidet immer noch zu oft über die Aufstiegschancen der Kinder und Jugendlichen. Dazu gehören unter anderem auch die Nachhilfekosten und Studiengebühren, die verdeutlichen, dass Geld bei der Bildung eine große Rolle spielt. Im unmittelbaren Zusammenhang mit der Chancenungleichheit stehen die frühen Ausleseprozesse. Schon mit etwa elf Jahren wird über die Zukunft eines Kindes entschieden. Meiner Meinung nach ist das zu früh, denn durch die relativ geringe Durchlässigkeit des Schulsystems ist es für einen Schüler von der Hauptschule quasi unerreichbar Abitur zu machen.
Darüber hinaus raubt die Schule den Heranwachsenden viel Zeit und sorgt so zu einem schlechten Verhältnis zur Bildungsstätte und infolgedessen brauchen wir in ganz Deutschland wieder G9.
Auf Grund dieser vielen Argumente, die gegen das aktuelle Bildung- bzw. Schulsystem sprechen, sollte Bildung wieder auf Bundesebene geregelt werden, denn das föderale System in dem Bereich sorgt für große Bildungsunterschiede.
Abschließend lässt sich sagen, dass eine gute Bildungsreform Deutschland wieder neuen Schwung geben würde und dazu führen würde, dass Schüler besser aufs Leben vorbereitet aus der Schule gehen könnten. Der Mensch beginnt nicht erst mit dem Abitur und darum muss die Politik sich um die Bedürfnisse und Interessen der Jugendlichen und Kinder kümmern. Deutschland steht nur eine gute Zukunft bevor, wenn Bildung grundlegend revolutioniert wird und wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt wird.

Zum Abschluss möchte ich noch zwei Zitate hervorheben, welche die Fehler des Schulsystems genau auf den Punkt bringen.

„Wir sind Schüler von heute,
die in Schulen von gestern,
von Lehrern von vorgestern,
mit Methoden aus dem Mittelalter,
auf die Probleme von übermorgen vorbereitet werden.“
Dr. Peter Pauling, Professor für Schulpädagogik.

„Da schwingt immer noch dieses Stück preußischer Beamtendisziplin durch, also Schule als Institution bei der es nicht darum geht die Kreativität des Einzelnen zu beflügeln und ihn vielleicht auch auf seinen ganz eigenen Weg zu befördern, sondern eher eine Institution, die etwas tut was völlig abwegig ist, nämlich uns alle sozusagen in ein Raster zusammen zu setzen. Da läuft wirklich fundamental was falsch.“ sagt der Moderator, Physiker und Journalist Ranga Yogeshwar.

Quellen:

„Politik entdecken“ Band 2 des Verlags Cornelsen

http://www.bpb.de/apuz/29159/soziale-auslese-und-bildungsreform?p=all

https://www.youtube.com/watch?v=_0vPAgkOqN8

https://www.youtube.com/watch?v=mkAo2RsU0NA

https://www.youtube.com/watch?v=aZQw7Em5Nho

https://www.youtube.com/watch?v=q4wmSt_3jm8

http://www.berufsstrategie.de/bewerbung-karriere-soft-skills/burnout-risikogruppen.php

http://www.stern.de/panorama/gesellschaft/kritik-am-bildungssystem-schule-ist-energieverschwendung-3763382.html

www.kiggs-studie.de/deutsch/home.html

http://www.stern.de/familie/kinder/burnout-bei-schuelern–kinder-leiden-unter-leistungsdruck-5937448.html